Hätte, würde, könnte… Und alles wäre so schön

Haette, haette... Fahrradkette

Man könnte, man müsste und eigentlich wäre alles anders, wenn… Das höre ich in diesen Tagen ganz besonders oft. Das Leben könnte ganz anders sein, die Welt und überhaupt, wenn… Ja, wenn…
Wenn die anderen dies und die anderen jenes und überhaupt sie es machen würden. Wenn… Es könnte alles so viel einfacher und leichter sein… Und die Welt wäre gerechter, besser. Ja, alles wäre so schön, wenn… Doch, es ist nicht so.

Zwischen Traum und Wirklichkeit klafft eine Lücke.

Wir lernen seit einigen Jahren (inzwischen Jahrzehnten), dass wir ein Ziel brauchen, dass wir diesem Ziel mit großer Überzeugung und Leidenschaft nachgehen müssen. Dass wir an dieses Ziel – unseren Wunsch – glauben müssen! Und dass es (fast) schon ausreicht, sich dieses Ziel oft genug vor Augen zu halten und dieses mit Inbrunst zu verfolgen. Dann öffnen sich Türen, ja es öffnet sich sogar das Universum, sagt man. Wie schön, dieser Traum!

Natürlich kann dies der Fall sein – aber nur da, – wo ich die Dinge unter meiner Kontrolle habe. Wenn ich mir vornehme, morgens regelmäßig zum Laufen zu gehen, so habe ich dies voll und ganz unter meiner Kontrolle. Wenn ich es mache, dann bin ich hier erfolgreich, wenn ich es nicht mache, so erfolgt nichts.

Wenn ich mir aber z.B. wünsche und zum Ziel setze, dass Arbeitgeber statt auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens, in Zukunft das Wohl der Angestellten zu ihrem Wirtschaftzweck deklarieren, so liegt die Erfüllung meines Wunsches und Ziels außerhalb meiner Kontrolle. Ich kann kräftig daran glauben, dafür sogar auf die Straße gehen, es bleibt außerhalb meines Gestaltungsraums. Ich muss also erst die Unternehmer*in dafür gewinnen, ihr Unternehmen in meinem Sinn umzustrukturieren. Dann komme ich meinem Ziel näher.

Die Welt im Konjunktiv
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Nun ist es ja nicht verkehrt, sich zu wünschen, dass die Dinge, unser Leben, unser Umfeld, unsere Welt schöner, besser und gerechter wird. Das ist gut, weiterhin an das Gute zu glauben, Veränderungsmöglichkeiten und Entwicklungspotenzial zu erkennen. Es kann meinem Leben eine Richtung geben und meinem Handeln Sinn. Zum Beispiel wenn ich dafür eintrete, dass die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern geschlossen wird, dass weniger Plastik benutzt wird, wir ressourcenschonender leben, dass weltweit Armut und Hunger bekämpft werden.

Richtung und Sinn erfahre ich aber nur, wenn ich mich auch selber konkret für dieses Ziel einsetze. Sich etwas zu wünschen, etwas zu fordern, das außerhalb meiner Möglichkeiten, Verantwortungen, Aktivitäten liegt, bleibt ein Traum, eine Vision. Und wenn diese Wünsche, Ziele, Forderungen komplett außerhalb jeglicher Realitätsordung liegen, so sollte mir dessen unbedingt auch bewusst sein.

Ich kann mir alles wünschen. Aber ich kann es nicht fordern. Ich kann meinen Wunsch an andere herantragen, aber dann an die wirklich verantwortliche Person. Und ich sollte den Unterschied zwischen Wunsch, Traum und Wirklichkeit nicht verwischen, diese Lücke nicht verkennen, denn sonst werde ich naiv. Und vielleicht werde ich dann ungerecht und vielleicht rede ich dann sogar sehr dummes Zeug. Und das wäre schade. Sehr schade.

Denn es lohnt sich, aus Träumen Taten werden zu lassen, aus Visionen Wirklichkeit. Dafür muss ich aber machen. Machen, richtig! Dann erst wird sich wirklich etwas verändern.

Machen ist wie wollen, nur krasser.

Sich fuer seine Traeume einsetzen gibt Kraft
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Fürchtet euch nicht

Die Lage ist schwierig, die Tage dunkel, Klimawandel, Inflation, Krieg. So vieles fordert uns heraus. Krisenjahr. Wie wird die Wirtschaft im neuen Jahr werden, was passiert mit den Preisen, meinem Arbeitsplatz? Unsicherheiten überall. Und doch gelten die Worte von Weihnachten: Fürchtet euch nicht. Müssen gelten: Fürchtet euch nicht – denn Angst essen Seele auf. Fürchtet euch nicht, denn nur, wenn wir die Augen nicht schließen, finden wir Wege. Fürchtet euch nicht, denn wir sind nicht alleine.

Job-Coaching in Muenchen

Einsamkeit kann schwächen, wenn Gesprächs- und Vertrauenspartner*in fehlen. Woher kommt mir Hilfe?
Stehen bleiben, nicht davon laufen. Der Situation ins Auge blicken. Dem eigenen Herzen „ins Auge“ blicken. Trotzdem… trotz dem.

Was macht mir Angst? Was fehlt mir – fehlt mir wirklich? Was sind meine eigenen Gefühle – und was die Gefühle, von denen ich annehme, ich müsste sie in der derzeitigen Situation empfinden.

Letztlich die zentralen Fragen: Wer bin ich? Und was suche ich? Was fehlt mir wirklich?

Jemanden zu haben, der oder die mir hilft, mein Herz zu verstehen ist hilfreich. Schenkt Erleichterung. Wir sind nicht allein.
Aber höre ich mein Herz? Oder das Herz an meiner Hand? Was sagen uns unsere Gefühle? Und was sagt mir mein ganz eigenes Erleben? 

Stehen bleiben… horchen und sehen, was kommt.
Horchen und sehen, was mir meine Gefühle sagen. Was in mir ist – und was es für mich bedeutet. Furcht… Furcht? Oder Unwissenheit? Unerfahrenheit?
Einsamkeit? Neue Wege? Autonomie? 
Eigene Wege kann man nur alleine entdecken. Einsam? Oder alleine? Begleitet von Dunkelheit oder von guten Mächten?

Gut, aufs eigene Herz zu horchen

Die Herzen schlagen, Träume wagen, eigene Wege gehen. Gehen… Fürchte dich nicht.
Vielleicht gibt es mehr Hände, die meine Hand nehmen, mich begleiten…

HIlfe ist moeglich. Man kann sich Unterstuetzung holen.
Einsamkeit, Streit und Konflikte verunsichern. Nehmen wir uns lieber an der Hand - Hilfe tut gut

Angst, Furcht, Verunsicherung… Träume wagen, … Gedanken fliegen, Schmetterlinge im Bauch…

Traeume, Angst, Unbekanntes, Neues, Verunsicherung. Es gibt viele Gruende fuer die Furcht

Frieden sei auf Erden… Reichen wir einander die Hand, dann kann es in uns Weihnachten werden…
Und das wünsche ich Ihnen von Herzen!
Herzlich, Ihre Ann Krombholz

Hier spreche ich vom zwischenmenschlichen Frieden, unserem Umgang miteinander, und mache keine Anspielung auf die gesamtpolitische Situation.

Heute

Dieses Gedicht habe ich neulich gelesen. Gerade so kurz vor Jahres Ende, wenn so vieles durcheinander läuft und alles noch fertig werden soll, ist es gut, eine kleine Pause einzulegen. Eine Bewusstseinspause, um die eigene Richtung nicht zu verlieren. Denn jeder Tag ist wichtig – für das, was ich tue, klar. Aber auch für mein ganz eigenes Leben.

Heute

Heute ist ein neuer Tag.
Ich kann ihn verschwenden oder nutzen.
Was ich heute tue, ist wichtig, denn ich tausche einen Tag meines Lebens dafür ein.

Morgen wird dieser Tag für immer vergangen sein.
Er lässt mir das zurück, was ich aus ihm gemacht habe.
Es soll ein Fortschritt sein: Ich will weiter.
Es soll Erfolg bedeuten: Ich will heute Abend mit Genugtuung rückblicken können, damit ich den hohen Preis nicht bereuen muss, den ich gezahlt habe.

Denn die Zukunft ist nur eine Kette von „Heute“.
Und heute ist der erte Tag vom Rest meines Lebens.

Arthur Lassen (1939-2000)

Jeder Tag ist heute und heute ist an jedem neuen Tag

Nutzen Sie diesen Tag für das, was wichtig ist. Nötig, ja klar. Und langfristig wichtig.
Denn das eigene Leben zu gestalten, kostet nicht viel Zeit, sondern ist der Baustein für Zufriedenheit.

Lohnt sich’s?

Als ich neulich mit meinem Sohn eine kleine Radltour machen wollte, hatte sein Fahrrad einen Platten noch bevor wir richtig losgestartet waren. Das fängt ja schon gut an, dachten wir beide. Und vereinbarten, dass ich im Café warte während er ein anderes Rad holt. OK, ich hab’s mir mit einer köstlichen Limonade im Schatten eines abseitigen Cafés am Ufer eines alten Kanals gemütlich gemacht.

Lohnt sich's_1Als er zurück kommt will ich zahlen, nehm‘ den 10€-Schein aus meinem Geldbeutel und lege ihn auf den Tisch, der Bedienung nickend. Und – hui – bevor ich es richitg erfasse, hat eine Windböe den Schein gepackt, diesen in die Luft gehoben… und ich muss zusehen, wie er in der Luft segelt, langsam gleitend in’s Wasser fällt. Da schwimmt er nun, wie ein kleines Schiffchen. So ein Mist!

Zum Glück ist das nicht mein €50-Schein gewesen, den ich da hingelegt habe… Naja, 10€ ist ärgerlich, aber es ist nicht sooo schlimm… Kann mal passieren… Meine Gedanken kreisen noch um das, was gerade geschehen ist. Ich schreibe den Betrag ab. Ist ja wirklich nicht so viel…

Da sagt mein Sohn: „Den holen wir uns wieder! Das probier‘ ich.“ Der Geldschein schwimmt weiter ganz ruhig auf der Oberfläche, leichte Strömung und ein bisschen Wind treiben ihn voran – Richtung Kanalrand. Und weiter unten sind Stufen, die zum Wasser führen. Stimmt, die hatte ich nicht bemerkt. Das sieht gut aus.
Gesagt, getan: Schuhe ausgezogen, ins kalte Wasser hinabgestiegen, Arm ausgestreckt… und schon ist der Schein wieder unser. War gar nicht kompliziert.

Mich beschäftigt es noch ein Weilchen, was eigentlich entscheidet, ob wir aufgeben, oder für eine Sache gehen? War es der Betrag, der es für mich nicht so lohnend machte, mich einzusetzen? Also, dass Einsatz und Gewinn in ungünstigem Verhältnis zueinander standen. Oder schien mir die Hürde unüberwindbar? Schließlich war ich mitten in der Stadt, der Landwehrkanal in Berlin nicht gerade als Badewasser geeignet. Oder hat mich meine Komfortzone zu gemächlich sein lassen? Im Schatten zu sitzen war ja gerade wirklich sehr angenehm gewesen, ein Fußbad im dreckigen Wasser gehörte nicht zum Plan.

Lohnt sich's_3Mich hat gewundert, wie schnell ich mich in Gedanken bereits mit dem Verlust abgefunden hatte, ohne einen kurzen Moment zu überlegen, ob es eine Lösung für das „Problem“ gibt. Geben wir nicht vielleicht in Gedanken oft viel zu schnell auf? Keinen Versuch zu starten bewahrt mich vor dem Gefühl des Scheiterns, denn so war ich in gewisser Weise „Opfer des unglücklichen Moments“, des unerwarteten Windstoßes; und es verhindert eventuell auch größere Enttäuschung, denn ich habe ja keine größeren Gefühle hinein gesteckt.

Am Ende hat nicht nur das Eis, das wir nachmittags mit den €10 gekauft haben, viel besser geschmeckt – klar. Es war auch ein nettes kleines Abenteuer, das wir da erlebt haben. Und wir haben Spaß gehabt. Probieren lohnt sich!

Alternative: Insel

Tag für Tag Unzufriedenheit, Ärger im Job und dazu noch Kälte und Regen als ständige Begleiter im Alltag… Da klingt das Wort noch schöner: die Insel! Reif für die Insel… das kennen viele. Zwei Wochen Urlaub mit Sonne und Meer und schon geht wieder mehr.
Wenige bleiben länger, noch wenigere bleiben für immer.

Alternative Insel_2La Gomera ist eine typische Ausssteigerinsel. Ende der 1960-er Jahre kamen hierher die Blumenkinder, Aussteiger zunächst aus Amerika und Kanada, die während des Vietnamkrieges nicht eingezogen werden wollten. Bald folgten Deutsche, aus anderen Gründen. Alle suchten ein Leben im Einklang mit der Natur, ein ursprüngliches Leben, in dem Tun und Wirken zusammen gehören.

Nun war ich auch auf der Insel, zwei Wochen und habe Meer und Sonne genossen, das grüne Hinterland mit seiner grandiosen Vulkanlandschaft. Von La Gomera hatte man mir geschwärmt, von Schönheit und Harmonie mitten in der Üppigkeit der Natur. Hier findet man sie – aber auch noch viel mehr. Schnell habe ich gestaunt über die große Anzahl von Deutschen, die sich im Tal Valle Gran Rey niedergelassen haben und hier leben. Spannend…

Alternative Insel_Conny Hart_Tabaiba Bild Mio 27.09Und so kam ich mit Conny, auf spanisch Conja, ins Gespräch. Sie lebt seit 1988 auf La Gomera, ist nun Ende 50 und sieht seeehr zufrieden aus (was nicht bei allen „Aussteigern“ und „Aussteigerinnen“ so wirkt).

Conny, was war deine Motivation, auf die Insel zu kommen – und zu bleiben?

Ich bin mit ganz anderen Ambitionen hierher gekommen. Ich schreibe sehr gerne und hatte damals ein Buchidee vor Augen, wofür ich mir ein halbes Jahr Zeit nehmen wollte.

Hier hat es mir dann sehr schnell sehr gut gefallen. Die Natur ist wunderbar und ich habe tolle Menschen kennengelernt. Da habe ich angefangen zu jobben, Gartenarbeit und Putzen bei einer älteren Deutschen, die länger schon hier lebte, in einem Restaurant bedient … und so konnte ich länger bleiben. Ich habe mir dann auch ein Auto kaufen können, was ich ganz toll fand, denn nun konnte ich mehr von der Insel sehen. Und so verging die Zeit. Auf Gomera fand ich eine gute Balance zwischen Wohlsein, dem Privaten und der Möglichkeit, sich beruflich zu engagieren – und auf meine Art, Karriere zu machen, Erfolg zu haben.
Ich hatte aber immer im Kopf, dass ich auch gehen kann. Und ich hatte aber gleichzeitig immer im Kopf, dass ich jetzt noch bleiben möchte.

Alternative Insel_5Was hast du gemacht, bevor du auf die Insel gekommen bist?

Ich war beim Tschechischen Film und habe bei der Poduktion von Pan Tau mitgearbeitet. Gleichzeitig war ich damals auch bei einem Geistheiler tätig, für den ich Dokumentationen und Berichte geschrieben habe. Hieraus entstand auch die Idee für das Buch.
Vorher war ich Kindergärtnerin gewesen, doch damals waren zu wenige Kinder im Kindergarten und so machte ich eine Umschulung als Sekretärin. Beim Tschechischen Film konnte ich beides verbinden: es wurde ja mit Kindern gedreht, ich war für deren Betreuung zuständig.

Wie würdest du deine berufliche (und persönliche) Entwicklung beschreiben?

Alternative Insel_4Vielseitigkeit war für mich schon immer wichtig. Die Insel hat mir die Möglichkeit gegeben, diese Vielseitigkeit zu leben. Ich kann mich verwirklichen in allem was ich tue. Dass ich meine Begabung hier gut ausleben kann, das ist für mich entscheidend gewesen – und immer noch zentral.
Meine berufliche Entwicklung hängt ganz eng mit meiner persönlichen Entwicklung zusammen. Ich mache keine Unterscheidung, das gehört bei mir und für mich unbedingt zusammen. Und hier kann ich beides entwickeln, das bedeutet Glück für mich.

Was waren in deinen Augen die Aspekte, die es dir ermöglicht haben, diesen Schritt zu machen? Viele haben Bedenken, Sicherheit aufzugeben. So ein Schritt kostet ja Mut.

So habe ich es bisher noch gar nicht gesehen gehabt. Ich habe mir gesagt: wenn das nichts ist, dann kommst du einfach wieder zurück – ich gehe ja nicht auf einen anderen Planeten! Und es hat sich halt alles so toll entwickelt, die Angebote, die ich bekommen habe, waren gut und ich habe tolle Menschen getroffen, wo ich ja gesehen habe, dass so ein Leben funktioniert und schön ist.
Es ist halt auch meine Philosophie: ich helfe mir selber und kriege.
Ich muss mich auf mich verlassen und nicht auf jemanden anderen. Wenn ich mich aber auf jemanden verlasse, nach dem Motto „der hilft mir schon“, dann kann das nicht funktionieren. Ich muss meinen Impulsen folgen.

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Bild von Conja Hart

Und beim Tschechischen Film damals habe ich auch schon gelernt gehabt, dass ich für mich sorgen muss: Ich war ja als Freie beschäftigt, und die Krankenkasse, die damals die günstigste für mich war, hatte das Angebot, dass, – wenn man keine Leistung in Anspruch nimmt, – man die Beiträge zurück bekommt. Das hat mich irre angespornt, für mich zu sorgen. Und das habe ich mir erhalten.

Auch heute noch folge ich meinen inneren Impulsen und so gestaltet und entwickelt sich mein Leben immer weiter. Als Tim, mein Mann, 2009 an den Folgen von Krebs gestorben ist, das war ein großer Bruch in meinem Leben, da habe ich auch nach innen gehorcht. Eine neue Etappe hat dann für mich begonnen, ich arbeite jetzt neben der Hausverwaltung von zwei Ferienhäusern und dem Verkauf in diesem schönen Laden noch als Lebensberaterin, dazu mache ich kreative Bilder, z.B. Seelenbilder als mediale Künstlerin, das macht mir große Freude. Und natürlich immer die Arbeit im Garten, das ist wunderbar. Ich brauche halt überall einen Sinn.
So hat sich dann jede Phase entwickelt.
Ich hatte eigentlich noch nie Angst, dass es für mich nicht weiter geht.

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Bild von Conja Hart

Was waren bisher die Höhepunkte, die du erlebt hast – positiv und negativ?

Tim kennengelernt zu haben war ein positiver Höhepunkt, der negativste sein Tod.
Aber auch immer wieder die Insel, La Gomera mit ihrer wunderschönen Natur, die liebe ich. Und dass ich die Gartenarbeit für mich gefunden habe, das ist für mich das Schönste im Leben.
Und Photoshop (sie lacht), das macht mir große Freude, mit Photoshop meine Kreativität zu entdecken.

Gibt es etwas, das du vermisst?

Nein, ich vermisse nichts.
Natürlich gibt es hier kein Kino oder so. Vielleicht vermisse ich manchmal mehr Zeit zu haben.
Und wenn ich in Deutschland bin und meine Famiie besuche, da will ich dann unbedingt im Süßwasser baden, im See. Ja, und Fahrrad fahren, dafür ist es ja hier zu steil.

Was wünschst du dir für deine Zukunft?

Bild von Conja Hart
Bild von Conja Hart

Gar nichts… Vielleicht Weisheit… Weiterhin die Impulse wahrzunehmen und Offenheit. Ja, dass ich offen bleibe. Je mehr ich nach meinen inneren Impulsen schaue, desto deutlicher werden sie und umso mehr werden es auch. Das gibt mir Zuversicht und Vertrauen.
Ich habe viel Schönes erlebt, ich möchte weiter Dankbarkeit spüren… Und weiter in die Leere gehen, schauen ‚was kommt.

Was ist der größte Gewinn, den du für dich, durch  die Entscheidung hier zu bleiben, erzielt hast?

Freude!
– Conny strahlt –
Danke, Conny, für das Gespräch – und für deine Offenheit!

Coaching wirkt… schnell und langfristig

Im Zuge meiner eigenen Qualitätssicherung hatte ich im Dezember ehemaligen Kundinnen und Kunden einen Feedbackbogen mit der Bitte um Rückmeldung geschickt. Nach bald 10-jähriger Praxis (diese sind im Oktober „fett“) war es mir wichtig, über Einzelrückmeldungen am Ende der Sitzungen hinaus, auch Äußerungen nach längerer Zeit zu bekommen. Ich wollte wissen: Hat sich für meine Kundinnen und Kunden nachhaltig in ihrem Leben etwas verändert? Wirkt mein Coaching?

Es wirkt! Mit Freude habe ich viele Rückmeldungen gelesen und festgestellt: obwohl einige Coaching-Prozesse nur wenige Stunden gedauert haben (3 oder 5 Stunden bzw. Sitzungen) hat sich für die meisten die Situation verbessert und sie profitieren auch längerfristig von unserer Zusammenarbeit.

Fast alle antworteten, das Coaching habe ihnen geholfen („Es hat mir sehr geholfen und zu einer positiven Trendwende in meinem Leben geführt“, „Es hat mir sehr geholfen zu erkennen, wo ich stehe, welches meine Kräfte sind, dass da ein Tiger ist, der los will“). Hilfreich war dabei Verschiedenes: besondere Methoden und bestimmte Fragetechniken, die Analyse der Situation, das Gewinnen einer neuen Perspektive, das (Wieder-)Finden von Mut, das Erkennen und Definieren nächster Schritte zur Zielerreichung, der persönliche Kontakt zum Coach. („Wir hatten am Anfang folgendes ‚Spiel‘ gespielt… Das war genial! Das Ergebnis habe ich noch heute vor Augen. Am liebsten hätte ich es in Gips gegossen und mitgenommen…“)

Die Kundinnen und Kunden waren z.T. erst vor wenigen Monaten, z.T. vor mehreren Jahren bei mir gewesen. Auf die Frage „Hat sich seit unserem Coaching etwas für Sie (beruflich und/oder privat) verändert?“ sind einige im Umsetzungsprozess begriffen, andere haben größere Veränderungen hinter sich, lediglich zwei „suchen“ noch, auch wenn sie dabei nun klarere Vorstellungen haben („Ja, ich bin zwar noch immer auf der Suche nach der nächsten Anstellung, aber ich kann für mich besser definieren, wonach ich suche. Ich habe den Eindruck, meinen Weg selber zu bestimmen und das tut mir sehr gut!“).

Die nächste Frage lautete „Wirkt das Coaching auch heute noch nach?“ Die meisten Antworten sagten „Ja, ich denke öfter daran“ oder „Ja, ich verwende Techniken aus dem Coaching heute noch“ („Ja, habe manche Herangehensweise grundlegend verändert; den Umgang mit meinen berufsrelevanten Kompetenzen und den Umgang mit Risiken“, „Ich kann noch heute von verschiedenen Aussagen und neuen Sichtweisen profitieren und verurteile mich und mein Handeln oft nicht mehr so streng“).

Und was ihnen am Coaching gefallen – oder nicht gefallen – hat? „Wie Sie es durchgeführt haben, Ihre klare Art und die Fragestellungen haben mir eine Denkweise aus einem anderen Blickwinkel eröffnet“, „Mir hat Ihre Bodenständigkeit gut gefallen und Ihre feine und frische, lebensbejahende Art. Ich habe gespürt, Sie wissen, wovon Sie reden“.

Und ob sie etwas vermisst haben? Darauf schrieben die meisten „Nichts“ bzw. „Nein“, auch: „Ich vermisse konkretere Optionen wie ich mich ausprobieren kann“.

Bei der Frage „Gibt es etwas, das Sie mir als Tipp mitgeben würden?“, schrieben mehrere „Weiter so“, „So bleiben“, „Da fällt mir (leider?) nichts ein“. Eine Antwort hat mich ein bisschen amüsiert „auch mal streng sein, wenn Sie merken, der andere mogelt sich da so ein bisschen durch“ – keine Sorge, ich piekse da inzwischen fester. 😉

Den Fragebogen habe ich auch genutzt, um die Nachfrage nach einem Gruppencoaching abzufragen: Diese ist nicht so groß, dass sich das Angebot zum jetzigen Zeitpunkt lohnen würde.

Als Dankeschön für das Ausfüllen und Einsenden des Feedbackbogens bis zum 31. Januar habe ich eine Verlosung von drei Büchern angekündigt: Die Gewinner/innen sind ermittelt, werden morgen von mir per Mail benachrichtig und erhalten ein Exemplar eines meiner Lieblingsbücher „Keine Angst vor Aggression – Die Kunst der Selbstbehauptung“ von George R. Bach und Herb Goldberg. Keine Angst, es geht nicht um Selbstverteidigungsübungen, sondern um das Erkennen von Kommunikationsmechanismen, Manipulationen und den Umgang damit. Das Schöne am Buch: die beiden Autoren vermitteln den Inhalt, der eigentlich gar nicht lustig ist, mit Humor, Leichtigkeit und laden damit zum Experimentieren ein. Keine Angst vorm Ausprobieren!

Zwei Kunden haben in dem Zuge das Buch gleich im Dezember gekauft.

Vielen Dank allen, die mitgemacht haben und mir ihre Zeit und ihre Erfahrungen geschenkt haben. Das gibt auch mir Freude, Kraft und ein unglaublich gutes Gefühl. 🙂