Einige Beispiele aus meiner Praxis

 

treppenbruecke
Es hat nur noch gescheppert - bis endlich Ruhe war und Klarheit kam

Das Coaching war dem Bereichsleiter vom seinem Unternehmen angeboten worden: Ziel war die Entspannung eines Konflikts zwischen Führungskraft und Geschäftsleitung.

Herr P. war als Projektleiter umfangreicher und zeitlich enger Projekte seit vielen Jahren für das IT-Unternehmen sehr erfolgreich tätig. Doch die Unternehmensstrategie hatte sich mit den Jahren verändert und die jetzigen Anforderungen führten sein Team und ihn oft in Engpass, in Bedrängnis. Die Kommunikation zwischen Unternehmensleitung und Projekt- und Teamverantwortlichen eskalierte schließlich, Verständigung auf gemeinsame Ziele war in letzter Zeit nicht mehr möglich.

Im Coaching konnte Herr P. seinem Ärger richtig Luft machen, sowie seine Ansicht der Situation schonungslos darstellen und die implizierte Ungerechtigkeit ausdrücken. Nach nur 3 Sitzungen waren die aufgestauten Gefühle soweit aufgearbeitet, dass Herr P. bereit war, im geschützten Rahmen des Coachings, die Perspektive des Unternehmens einzunehmen. Verständnis wuchs, Austausch war wieder möglich. Das Projekt konnte schließlich termingerecht und erfolgreich abgeschlossen und abgegeben werden.

 

 

Den Wiedereinstieg in den Beruf finden

Ziel des Coachings war die Rückkehr in den Beruf - um nach einer plötzlichen Trennung die Existenzgrundlage zu sichern.

Frau T. war nach ihrem Umzug nach München und der Geburt des zweiten Kinden vor 11 Jahren nicht wieder in ihren Beruf zurück gekehrt. Die Familie, diverse Aktivitäten, Ehrenämter hatten mit viel Zeiterfordernis und Vielfalt ihre Zeit ausgefüllt, die Jahren vergingen im Flug. Doch auf einmal war ihre Situation vollkommen verändert und sie musste nun in Kürze für ihren Lebensunterhalt sorgen.

Im Coaching findet sie - flankierend zu einer Psychotherapie - Unterstützung bei der Entwicklung einer neuen Perspektive. Sie besucht passende Fortbildungskurse, erstellt ein Resumée ihrer Kompetenz und Erfahrungen, schärft ihr Profil ebenso wie sie mögliche Tätigkeitsfelder recherchiert und eingrenzt. Jetzt geht es um die Erstellung der Bewerbungsmappe und die Vorbereitung aufs Bewerbungsgespräch.

Nach mehreren Einladungen unterschreibt sie 9 Monate später, kurz vor ihrem 50. Geburtstag einen Arbeitsvertrag, bei dem sie an ihren bisherigen beruflichen Werdegang anknüpft und die Möglichkeit bekommt, in Teilzeit zu arbeiten.

 

 

Eine schwierige Entscheidung: Vernunft gegen Gefühl

Ziel des Coachings war es, aus einer "Handlungslähmung" herauszufinden und eine Entscheidungsgrundlage aufzubauen.

Es war eine richtige Patt-Situation, bei der keine Bewegung mehr möglich war, es schien ihr unmöglich, eine Entscheidung zu treffen. Frau B. hatte die Möglichkeit am Ende ihrer Elternzeit zurück zu ihrem Arbeitgeber zu gehen, bei dem sie 3 Jahre zuvor eine Leitungsfunktion im Marketing innehatte. Der Arbeitgeber drängte, ein Bereich sollte aufgebaut werden, die Leitung fehlte, die Zeit eilte. Obwohl die Aufgabe interessant und der Arbeitgeber weiterhin attraktiv war, konnte Frau B. keinerlei Freude und Motivation für die anstehenden beruflichen Aufgaben empfinden; im Gegenteil, sie spürte immer mehr Enge und Schwere. War es die richtige Entscheidung, in einen Arbeitsbereich zurück zu kehren, der zwar zukunftsweisend, doch nicht ihrem Interesse entsprechend war, eine Position anzunehmen, die zwar finanziell gut entlohnt wurde, die aber viel Einsatz und doch wenig Befriedigung brachte? Während ihrer Elternzeit hatte Frau B. als Yogalehrerin gearbeitet, kreative, innovative Kurse angeboten und Teile ihrer Persönlichkeit gelebt, die als Betriebswirtin in ihrem Arbeitsumfeld (IT im Bankensektor) keinen Platz hatten. Es war ein regelrechter Kampf zwischen Vernunft und Sicherheitsbedürfnis und dem Bedürfnis nach Erfüllung.

Im Coaching kann Frau B. endlich beiden Stimme in in sich Gehör schenken, ihren Gedanken und Gefühlen Raum geben: Ängste, Bedürfnisse, Sorgen und Wünsche kommen dabei zum Ausdruck. Mit Erstaunen erlebt sie die Dimension ihres Dilemmas und kann nun Verständnis für ihre Situation empfinden - das entspannt sie. Klar wird ihr auch, wie groß die Angst und Befürchtung ist, wichtige Teile ihrer Persönlichkeit nicht leben zu können und im Getriebe des Alltags unter der Belastung erneut, wie schon einige Jahr zuvor, zu erkranken. Bisher hatte ihr Kopf ihre Lebensgestaltung dominiert, der Bauch durfte jetzt erst während der Elternzeit zu Wort kommen. Traurigkeit kommt in ihr auf, gepaart mit einer Portion Ärger über verpasste Gelegenheiten. Ganz deutlich spürt sie nun einen Anteil ihrer Person, den sie so noch nicht wahrgenommen hatte.

Nach dieser intensiven Coaching-Sitzung verbringt sie einige Tage mit vielen Momenten des Rückzugs.

In der nächsten Sitzung ist sie ruhiger, die Stimme fester, ihre Ausstrahlung lebendiger: Ihre Entscheidung ist gefallen, sie schlägt einen neuen Weg ein, erlebt sich gefestigt und im Einklang von Gefühl und Erfordernissen - mit Achtsamkeit sich selbst gegenüber.

Mit großer Sicherheit und Souveränität entwickelt sie innerhalb kurzer Zeit mehrere Konzepte für Geschäftsmodelle. Jetzt geht es darum, diese auf ihre Umsetzbarkeit und Tragfähigkeit zu überprüfen. Motivation, Erfahrung und Leidenschaft sowie die erforderliche Fachkompetenz bringt Frau B. mit. Sie hat eine neue Perspektive gefunden und ist zuversichtlich und glücklich.

 

 

Umorientierung nach langjähriger Selbständigkeit

Ziel des Coachings war die Entwicklung einer neuen beruflichen Perspektive.

Herr V. arbeitete seit vielen Jahren als selbständiger Ingenieur im Bereich Städteplanung. Doch der Wettbewerb hat sich verschärft und die Arbeitsbedingungen haben sich gravierend verändert - eine Entwicklung, die eine gründliche strategische Neuausrichtung erforderte. Doch war es die Richtung, in die Herr V. gehen wollte?

Im Coaching bekam er Klarheit, dass er als Eigentümer eines kleinen Planungsbüros den veränderten Anforderungen seines Berufsfeldes nicht mehr gerecht werden kann, noch will.

Die Klarheit dieser Ansicht gab ihm Kraft, Abschied von seinem Unternehmen zu nehmen und sich einer neuen Perspektive zu öffnen.

Ein Jahr später arbeitet er als Berater für Mobilfunknetze und ist sehr zufrieden: Er hat keinen Existenzdruck mehr, sieht viele Städte und Gegenden und arbeitet nun endlich wieder im Team.

 

 

"Ich dachte es geht um Zeitmanagement, bis ich merkte, dass ich in den inneren Widerstand getreten war"

Ziel des Coachings war das eigene Zeitmanagement: Frau M. litt an den geänderten Erfordernis-sen ihrer Tätigkeit, der wachsende Druck führte neben den Überstunden auch zu körperlichen Beschwerden, sie dachte an Möglichkeiten einer Neuorientierung.

Im Coaching wurde schnell deutlich, dass es bei der Belastung durch das als zu groß erlebte Arbeitspensum, nicht um die Organisation der Arbeits- und Kommunikationsabläufe ging, sondern dahinter ein anderes Thema verborgen lag. Mithilfe einer Strukturaufstellung wird deutlich, dass die Aufgabenverteilung durch die vergangene Umstrukturierung als ungerecht erlebt wird; zudem sich Frau M. mit einem großen Part ihrer neuen Aufgaben nicht identifizieren kann. Sie erkennt ihr Gefühl der Ohnmacht und die damit einhergehende Angst vor dem Verlust ihrer Souveränität und ihrer Kompetenzen - der Widerstand in Form eines inneren Arbeitsstreiks ist sichtbar. Und die Erkenntnis, dass ihre Reaktion kein Unvermögen, sondern eine äußerst verständliche Abwehrmaßnahme ist, führt schließlich zu Selbstakzeptanz und in Folge zu Entspannung und sogar neuem Interesse an der Situation.
Mit der Stärkung der eigenen Ressourcen (Rückbesinnung auf die gute Zusammenarbeit im Team sowie der konstruktive Austausch mit einer Kollegin, regelmäßige Spaziergänge in der Freizeit und Gespräche mit dem Ehepartner), dem Aufbau von "Warnsignalen" für Engpasszeiten mit aufkommenden Ohnmachtsgefühlen, baute Frau M. ein wirksames Schutzschild für Belastungszeiten auf und entwickelte Maßnahmen für den Umgang mit diesen.

Am Ende unserer Zusammenarbeit erlebt Frau M. die Situation mit einer guten Portion Ehrgeiz als herausfordernd. Sie hat nun das Gefühl, der Lage nicht mehr hilflos ausgeliefert zu sein, sondern Strategien entwickelt, mit Momenten der Belastung und des inneren Rückzugs umzugehen.

 

Die Namen meiner Kunden habe ich geändert, damit der Schutz ihrer Person auf alle Fälle gewährleistet ist.